Wönnemannsche Schmiede: virtueller Rundgang
Die kargen Böden des Landes um Velbert brachten den Bauern nur spärliche Erträge. So waren die Menschen auf einen Nebenerwerb angewiesen. Bereits im 16. Jh. verlegte man sich auf die Produktion von Schlössern, zunächst in kleinen Werkstätten auf den jeweiligen Höfen und später, ab dem 19.Jh., in den Fabriken der Stadt.
Die Wönnemannsche Schmiede zeigt, wie beengt die ersten Schlossmacher Velberts ihre Arbeit verrichteten.
Laternengriffschlüssel
Dieser französische Laternengriffschlüssel aus der ersten Hälfte des 17. Jh. gehört zu den prächtigsten seiner Art. Er ist das Prunkstück der Sammlung des Deutschen Schloss- und Beschlägemuseums und vergleichbare Stücke finden sich nur im Victoria und Albert Museum in London, oder dem Musee Secq de Tournel in Rouen.
Er war das Prüfungsstück einer Meisterprüfung , denn für die tägliche Benutzung war sein kammartiger Bart viel zu fragil.
Kassendeckelschloss
Die Besonderheit der Kassen, der Geldbehälter, die von der Mitte des 16. bis zur Mitte des 19. Jh. verwendet wurden, waren ihre aufwendig gestalteten Kassendeckelschlösser. Diese Mehrpunktverriegelung, die im Deckel einer solchen Eisentruhe eingebaut waren, fasziniert noch heute durch das komplexe Zusammenspiel ihrer Einzelteile.
Bei dieser eisernen Kasse des 18. Jhs. reicht eine Schlüsseldrehung aus, um gleichzeitig 26 Riegel in Bewegung zu setzen.
